Ein gutes Grundwissen in Erster Hilfe kann im Notfall ein Leben retten.
Die beste Möglichkeit, sich ein Grundwissen in Erster Hilfe anzueignen, ist der Besuch entsprechender Kurse. Folgende Institutionen führen z.B. diese Kurse durch:
Die Kosten für die Kurse werden in der Regel von den Kassen übernommen.
Viele Kinder können gerettet werden, wenn die Eltern in der Lage sind, noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes geeignete Erste-Hilfe Maßnahmen zu ergreifen.
Bei Nasenbluten still stehen und den Kopf des Kindes leicht nach vorne beugen. Einen kalten Umschlag in den Nacken legen und ständig erneuern. (Wärme verschlimmert die Blutung).
Blutet ein Finger, so soll er hoch in die Luft gehalten werden.
Wenn es sich um eine starke Blutung handelt, müssen Sie als erstes versuchen, diese unter Kontrolle zu bringen. Versuchen Sie, ruhig zu bleiben und beruhigen Sie Ihr Kind, dann:
Wenn es sich nur um eine leichte Verbrühung handelt, bei der nur ein kleiner Hautbereich betroffen ist, kann die Erste Hilfe schon ausreichen.
Um den Schmerz zu lindern, kühlen Sie die betroffene Stelle unter kaltem fließenden Wasser ca 15 Minuten lang.
Wichtig: Tragen Sie keine Öle oder fetthaltige Cremes auf die Wunde und verwenden Sie keine Watte oder sonst etwas, das an der Wunde festkleben könnte. Decken Sie die Wunde mit einer Binde oder einem gebügelten Handtuch ab. Während Sie auf ärztliche Hilfe warten, sollten Sie Ihrem Kind kleine Schlucke Wasser zu trinken geben.
Wenn jemand ein schadhaftes elektrisches Gerät mit der Hand berührt, ziehen sich die Handmuskeln zusammen und können dann nicht mehr loslassen. Jeder, der diese Person berührt, ohne vorher den Strom abgestellt zu haben, wird ebenfalls einen elektrischen Schlag bekommen. Wenn ihr Kind an ein stromführendes Kabel oder Gerät gekommen ist, dann unterbrechen Sie sofort die Stromzufuhr, indem Sie den Stecker aus der Steckdose ziehen oder die Hauptsicherung abschalten.
Um Ihr Kind anfassen zu können, brauchen Sie sonst Isolationsmaterial zwischen sich und dem Kind, z.B. trockene Gummihandschuhe, einen Besenstiel oder nichtleitendes Material, auf dem Sie stehen können (z.B. eine trockene Gummimatte, Zeitungsstapel oder Wolldecke).
Dann prüfen Sie, ob Ihr Kind atmet. Wenn nötig, nehmen Sie eine Mund-zu-Mund oder Mund-zu-Nase-Beatmung vor. Wenn die Atmung normal erscheint, bringen Sie Ihr Kind in die stabile Seitenlage, rufen Sie den Arzt oder einen Rettungswagen. Legen Sie ein leichtes, trockenes, nicht fusselndes Kleidungsstück auf die Wunde.
Wenn Ihr Kind sich an einem Bissen Nahrung oder etwas anderem verschluckt hat, legen Sie es mit dem Gesicht nach unten auf Ihre Knie, wobei der Kopf tiefer als die Hüften hängen sollte. Schlagen Sie einige Male kräftig zwischen die Schulterblätter. Dabei wird ein Luftdruck erzeugt, der den Fremdkörper aus dem Körper lösen soll.
Bei Babys wird die Methode der minimalen Menge an Druckluft angepaßt, die nötig ist, den Fremdkörper zu entfernen. Legen Sie das Baby mit dem Gesicht nach oben auf eine flache Unterlage, und stellen Sie sich an seine Füße. Dann legen Sie beide Zeige- und Mittelfinger nebeneinander auf das untere Ende des Brustbeins, und drücken Sie kurz nach oben.
Wenn Ihr Kind etwas Giftiges verschluckt hat, rufen Sie sofort den Rettungswagen und sprechen Sie mit der nächsten Vergiftungszentrale. Oder fahren Sie direkt ins Krankenhaus. Nehmen Sie die Verpackung mit und - wenn möglich - etwas von dem, was Ihr Kind verschluckt hat (oder Erbrochenes).
Wenn das Kind nicht bei Bewußtsein ist, aber normal atmet, bestellen Sie sofort den Notarztwagen. Bis dahin legen Sie es auf den Bauch. Falls Sie es selbst ins Krankenhaus fahren, sollten Sie eine Seite etwas tiefer lagern, damit es nicht an eventuell Erbrochenem erstickt. Falls es zu einem Atemstillstand kommt, nehmen Sie eine Mund-zu-Mund-Beatmung vor.
Legen Sie das Kind auf den Rücken, den Kopf zurückgebogen, um die Atemwege freizulegen. Entfernen Sie sämtliche Speisereste oder Reste von Erbrochenem aus dem Rachenraum. Holen Sie tief Luft. Mit der einen Hand stützen Sie das Kinn, mit der anderen halten Sie den Kopf und drücken die Nasenlöcher mit Daumen und Zeigefinger zusammen. Umschließen Sie mit Ihren Lippen den Mund Ihres Kindes und atmen Sie leicht in normalem Atemtempo aus.
Wiederholen Sie den Vorgang bis das Kind wieder normal atmet.
Wichtig: Bei einem Baby sollten Ihre Lippen Mund und Nase des Babys umschließen.
Ein kleines Kind kann bereits ertrinken, wenn es mit dem Gesicht in eine Pfütze fällt, die nur wenige Zentimeter tief ist, oder in einem flachen Gartenteich. Wenn Ihr Kind in einen See oder in ein Schwimmbecken gefallen ist, sofort das Kind auf den Kopf stellen, damit das Wasser aus den Atemwegen fließt. Dann erst beginnen Sie, wenn erforderlich, mit der Mund-zu-Mund-Beatmung.
Heutzutage weiß man, daß Kinder immer noch wiederbelebt werden können, auch wenn es schon vor längerer Zeit zum Atemstillstand gekommen ist. Wenn die Atmung normal ist, bringen Sie das Kind in die stabile Seitenlage. Rufen Sie den Arzt oder Rettungswagen.
Wenn Ihr Kind um eine Verletzung herum Schmerzen hat, wenn es den betroffenen Körperteil nicht bewegen kann, wenn ein Arm oder Bein irgendwie verformt aussieht, dann besteht der Verdacht auf einen Bruch oder eine Verrenkung.
Bewegen Sie das Kind nicht, wenn es nicht aus Gründen der Sicherheit unbedingt notwendig ist. Rufen Sie den Rettungswagen. Geben Sie dem Kind nichts zu essen oder zu trinken - für den Fall, dass eine Narkose notwendig werden sollte.
Wenn Ihr Kind auf den Kopf fällt, sollten Sie mit ihm sofort zum Arzt oder ins Krankenhaus fahren. Selbst wenn Ihr Baby nach dem Sturz keine Beschwerden zu haben scheint, achten Sie auf verzögerte Signale wie Benommenheit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Lähmungen von Armen oder Beinen, wäßrige oder bluthaltige Absonderungen aus den Ohren oder aus der Nase. Falls eines dieser Symptome auftritt, rufen Sie sofort den Arzt oder Rettungswagen.
Baby Bonus - Online-Familienmagazin - Login